...sprengt mit „Heads Under Water“ alle Klischees – Sie kommen aus Bayern. Genauer gesagt „vom Dorf“. Und sie haben sich nach dem wohl bekanntesten aller Könige von Bayern benannt. Das lässt Lederhosen als Bühnenoutfit und Blaskapellen-Sound vermuten. Die Wahrheit könnte aber kaum weiter entfernt liegen.
Ludwig Two ist lupenreiner Indie Pop-Rock. Nicht gemacht für Volksfeste und Bierzelte, sondern für intime Clubs, große Bühnen und Sommer-Festivals. Internationaler Indie-Charme statt blau-weißer Gemütlichkeit. Kein Wunder, nennen Thomas Thumann (Vocals, Gitarre), Andreas Eckert (Vocals, Gitarre, Keyboard), Julian Menz (Drums) und Andreas Pesl (Bass) Bands wie The Killers, Coldplay, Kings of Leon und Radiohead als ihre Einflüsse.
Kopiert wird aber gar nichts. Dafür sind die Vier viel zu experimentierfreudig. So gerne wie sie für Fotoshootings und Videodrehs in Kostüme steigen (nach dem Band-Motto: Das Leben ist eine wilde Kostümparty), so gerne spielen sie mit modernen und klassischen Stilelementen des Rock-Genre, um ihren eigenen Sound zu kreieren. So wie es sich für eine ordentliche Indie-Formation gehört.
Bereits vor dem ersten Album haben schon so manche den eingängigen Ludwig Two-Sound für sich entdeckt. Diverse Festivals wurden gerockt. Mit „What You’ve Done“ stellt die Band den offiziellen Song für die Jugendmesse YOU 2012. Und die bay- erische Kultband LaBrassBanda haben die Jungs von Ludwig Two bereits als Vorband unterstützt. Wenn das mal nicht die Qualität beweist. Denn wer es schafft, die LaBrassBanda-Fangemeinde vor dem Haupt-Act auf Touren zu bringen, der ist auch bereit für den Spot als Headliner.
Das Debüt-Album „Heads Under Water“ bietet dafür ausreichend Material. Kurzfristig erinnert es Mal an The Hives oder The Killers, dann blitzt einen Moment der Sound der royalen Kollegen von Franz Ferdinand und Kings Of Leon durch. Doch am Ende ist es einfach ganz klar Ludwig Two. Zum Tanzen. Zum Mitsingen. Zum Rocken. Stilsicher Indie. Mit authentischem Songwriting und unbändiger Spielfreude. Man spürt, dass die Jungs sich seit Kindertagen kennen und als Band gewachsen sind. Das ist Musik für die iPod- und YouTube-Generation, für die keine Grenzen gelten. Weder die bayerische Landesgrenze, noch die deutsche. Dieser musikalischer Export aus dem Freistaat beweist: Bayern ist mehr als Bier, Brezeln und FCB. Wenn Ludwig Two spielt, rockt Bayern die Welt. Königsklasse eben.
Da ist der König dahoam: Ludwig Two

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